Welche Projekte wurden in der Vermarktung bereits KI-basiert umgesetzt?
Valeri: Unser Kreativvermarkter Seven.One AdFactory hat bereits Erfahrungen mit KI-basierten Spots gesammelt, z.B. mit dem Werbespot zum 100-jährigen Bestehen der Marke „Lacalut“. Statt gecasteter Protagonist:innen, aufwendiger Kulissen und Kostüme setzt der Spot auf die Kraft der KI, um die Geschichte von Lacalut in den letzten 100 Jahren zu erzählen. Ein weiteres Beispiel ist die Bewerbung von Samsungs intelligentem Kühlschrank im Rahmen eines „Wissens-Quickies“, indem im Infografik-Stil neue Technologien und Produkte erklärt werden.
Neben dem Einsatz im TV kommt auch bei unseren virtuellen Placements KI zum Einsatz und macht uns schneller und flexibler.
Wie sieht es bei Addressable TV-Spots aus?
Valeri: Zunächst einmal muss erklärt werden, dass es sich bei Addressable TV-Spots um personalisierte Werbevideos handelt, die an spezifische Zielgruppen über das Fernsehen gesendet werden, anstatt an alle Zuschauer: innen gleichzeitig.
Bei dieser Art von TV-Spots sehen wir enorme Potenziale. Gerade bei kleineren, regional werbenden Kunden ist es nach wie vor ein Thema, dass kein Bewegtbildspot vorliegt. Hier gibt es spannende Möglichkeiten, KI-generiert zu unterstützen und neue Kunden ins TV zu holen.
Zum Abschluss: Was glaubt ihr, wie wird KI den Werbemarkt in Zukunft verändern? Wo liegen die größten Potenziale?
Kai: Das ist noch nicht absehbar. Den kurzfristig stärksten Hebel für uns als kreatives Bewegtbildhaus sehe ich in der Kreation. Hier gibt es schon jetzt – auch getrieben vom internen KI-Ambassador-Programm – sehr viele Ideen und neue Vernetzungen, die intern entstehen. Wir werden sicher schon sehr bald sehr viele spannende neue Cases sehen. Daneben kann es aber auch unsere Sales-Prozesse effizienter organisieren.
Vielen Dank euch für das tolle Interview und die spannenden Insights!