Unsere Kollegin Beatrice von ParshipMeet teilt die die Eindrücke ihrer mobilen Arbeit mit uns und gibt wertvolle Tipps.

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Marlene Schnabel

Rugby-WM, idyllische Dörfer, Sightjogging… oder auch mobiles Arbeiten aus Frankreich

Unsere Kollegin Beatrice von ParshipMeet teilt die die Eindrücke ihrer mobilen Arbeit mit uns und gibt wertvolle Tipps.

 

 

Arbeiten mal anders. Um unseren Mitarbeitenden das höchste Maß an Flexibilität zu bieten, haben alle Kolleg:innen unserer Mehrheitsgesellschaften in Deutschland die Möglichkeit, für eine begrenzte Zeit mobil aus dem EU-Ausland zu arbeiten. Auch Beatrice von ParshipMeet, dem Dating-Experten, hat diese Gelegenheit genutzt und für zwei Woche aus Frankreich gearbeitet. 

 

Liebe Beatrice, vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, von deinen Erfahrungen zu berichten. 

Könntest du dich bitte kurz vorstellen und mit uns teilen, was genau du bei ParshipMeet machst? 

Ich bin seit 8 Jahren im #TeamLove, aktuell als Senior PR & Brand Managerin. Innerhalb des PR & Corporate Communications Team bin ich vorrangig für die Produkt-PR der Marke ElitePartner zuständig, arbeite aber auch übergeordnet auf strategischen Kommunikationsthemen. Zusätzlich übernehme ich eine Rolle in unserem Brand Strategy Team. Das macht den Job sehr abwechslungsreich.

 

Wie bist du auf die Idee gekommen 2 Wochen lang aus Frankreich zu arbeiten?

Es gab tatsächlich einen konkreten Anlass: Die Rugby-WM, die letztes Jahr in Frankreich stattgefunden hat. Mein Partner und ich hatten Tickets für vier Spiele in Nizza, Toulouse und Nantes. Da Rugby ein sehr physischer Sport ist, dauert die WM länger als bei anderen Sportarten. Deshalb war die Möglichkeit, aus dem EU-Ausland zu arbeiten, perfekt für uns. Wir waren dann insgesamt fast sechs Wochen in Süd- und Westfrankreich unterwegs. 

Wie habt ihr euch die Zeit zwischen Arbeit und Reisen aufgeteilt?

Quasi nach dem Motto „erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ haben wir direkt am Anfang der Zeit gearbeitet: Eine Woche in der Ardèche, in einem idyllischen, kleinen Landhaus mitten in der Natur und in der zweiten Woche dann in einer Stadtwohnung im Zentrum von Béziers. 

Was hat dir besser gefallen – Stadt oder Land?

Ganz klar Land! Auch deshalb, weil wir eine tolle Region ausgesucht und eine traumhafte Unterkunft gefunden haben. Wir konnten auf der überdachten Terrasse mit Ausblick arbeiten, ganz ohne Ablenkung. Wir hatten einen Garten und ein eigenes Boule-Feld, in der Umgebung gab es Badestellen am Fluss, ein paar der „schönsten Dörfer Frankreichs“ und einige der ältesten Felsmalereien. In der Freizeit war das Urlaubsfeeling also sofort da und durch den Perspektivwechsel kam man auch beim Arbeiten auf neue Ideen. Die Stadt hat dann wiederum ganz eigene Vorteile, denn man kann kulinarisch und kulturell vieles machen und hat kurze Wege. Wir haben dann zum Beispiel das „Sightjogging“ erfunden. Aber wenn man in einer Stadt wie Hamburg wohnt, ist der Kontrast zum Alltag natürlich nicht so groß. 

Insgesamt wart ihr fast sechs Wochen unterwegs, wie habt ihr den Rest der Zeit verbracht?

Wir haben unseren Urlaub direkt drangehängt und eine Route rund um die Rugby-Spiele geplant, die wir sehen wollten. Wir sind also viel rumgekommen und haben das Land auf verschiedenste Arten und Weisen kennengelernt. Zeitweise sind auch Freunde dazugestoßen. Dadurch war die Reise sehr abwechslungsreich. Aber da wir ja schon länger im Land waren, hat es sich trotzdem entspannt angefühlt. 

 

Wie würdest du die Erfahrung in drei Worten beschreiben?

Eigentlich reichen zwei: Savoir-vivre!

Welche Key-Learnings nimmst du aus dieser Zeit mit?

Vor allem, dass ein Perspektivwechsel wertvoll sein kann – und die Produktivität sogar steigt, wenn man weiß, dass man den Feierabend bestmöglich nutzen möchte. Und dass die Franzosen einfach wissen, wie es sich gut lebt. Da könnten wir uns hin und wieder etwas von abschauen. 

Deine Top 3 Tipps für alle, die auch darüber nachdenken eine Zeit mobil aus dem EU-Ausland zu arbeiten?

Das Wichtigste sind Unterkunft und Location: Die Unterkunft muss zum Arbeiten geeignet sein und sich auch in der Freizeit gemütlich anfühlen. Man verbringt dort ja viel Zeit. Deshalb unbedingt auf genügend separate Räume achten, um in Ruhe Videocalls zu führen und die Internet-Geschwindigkeit vorher abklären. Je nachdem wie man seinen Feierabend gerne verbringt, sollte es genügend Aktivitäten in der näheren Umgebung geben, um die Zeit nach Feierabend gut nutzen zu können, denn weite Wege sind dann nicht mehr möglich.

Tipp 2 und 3 beziehen sich eher auf die Planung: Arbeiten und Urlaub sollte man mindestens im Verhältnis 2:1 anpeilen, auf zwei Wochen Arbeit also eine Woche Urlaub, am besten auch in dieser Reihenfolge. So lohnt sich die Anreise und man vermeidet FOMO. Und: Wenn alle arbeiten, hat man nicht das Gefühl, etwas zu verpassen. Also darauf achten, dass alle Mitreisenden synchron arbeiten bzw. frei haben, um die Zeit wirklich genießen zu können. 

Hand aufs Herz, würdest du es wieder machen?

Auf jeden Fall! Aber der Anlass muss passen. Es gibt Reisen, da möchte man von Anfang bis Ende im Urlaubsmodus sein – oder schlicht nicht die Verantwortung für den Arbeitslaptop mit sich herumtragen. Und so eine Reise kostet ja auch. Daher würde ich immer genau schauen, wann es sich lohnt, länger im Land zu sein und wann ich einfach Urlaub haben und etwas erleben möchte. 

 

Alles rund um das Thema Mobile Work aus dem EU-Ausland sowie zum hybriden Arbeiten bei P7S1 erfahrt ihr hier.

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